Eine Squarespace-Website und ein E-Mail-Versanddienst erfüllen grundlegend unterschiedliche Aufgaben. Ein Webauftritt kann fehlerfrei online sein, während der Dienst für den Mailversand technisch noch nicht korrekt authentifiziert ist. Bevor Sie Templates anpassen oder DNS-Einträge aus Online-Tutorials kopieren, sollten Sie zwei Dinge klären: Welches System versendet die Nachricht tatsächlich – und wo wird das aktive DNS der Domain verwaltet?
In Migma erstellen und prüfen Sie das Mailing-Design. Die Domain-Verantwortlichen erhalten parallel eine separate Aufgabe: den genauen Versanddienst identifizieren und dessen aktuelle Authentifizierungsanweisungen abrufen. Dieser Leitfaden beschreibt einen strukturierten Prüfprozess; er garantiert nicht, dass Design-Anpassungen oder DKIM allein bereits eine fehlerfreie Zustellung in den Posteingang sichern.
Den tatsächlichen Versandpfad festhalten
Nehmen wir als Beispiel eine Agentur mit einer Squarespace-Website, individuellen Mitarbeiter-Postfächern und einer separaten Plattform für Newsletter-Kampagnen. Alle drei Bereiche nutzen denselben Markennamen und dieselbe Domain – technisch handelt es sich dennoch um drei getrennte Versandsysteme.
Prüfen Sie deshalb genau, über welchen Dienst die jeweilige E-Mail versendet wird. Antworten aus dem Tagesgeschäft, automatisierte Website-Benachrichtigungen und Marketing-Mailings nehmen oft völlig unterschiedliche Wege. Halten Sie für die betreffende Kampagne die sichtbare Absenderadresse (From), die Versandplattform, die zuständige Person sowie die Verifizierungsnachweise dieses Anbieters fest.
Verlassen Sie sich bei Kampagnen-Diensten nicht auf Screenshots aus privaten Postfächern. Wenn es bei einem Newsletter-Tool zu Zustellproblemen kommt, prüfen Sie den Status direkt auf dieser Plattform sowie im Header einer zugestellten Testnachricht. Belassen Sie das E-Mail-Design während der Fehlersuche auf einem festen Stand, damit parallele Änderungen das Ergebnis nicht verfälschen.
Den zuständigen DNS-Host vorab bestimmen
Laut der offiziellen DNS-Dokumentation von Squarespace lassen sich DNS-Einträge dort nur bearbeiten, wenn die Domain über Squarespace registriert oder per Nameserver Connect angebunden ist. Bei allen anderen Setups erfolgen Anpassungen direkt beim jeweiligen Domain-Provider. Diese Support-Seite wurde am 22. September 2026 aktualisiert (Stand unserer Recherche: 17. Oktober).
Die Aussage „Unsere Website liegt bei Squarespace“ reicht für das Setup also nicht aus. Lassen Sie von den Domain-Verantwortlichen prüfen, welche Nameserver tatsächlich aktiv sind und wo DNS-Einträge hinterlegt werden müssen. Liegt das DNS bei einem anderen Registrar, stoppen Sie Squarespace-spezifische Konfigurationen und folgen Sie der Anleitung des tatsächlichen Anbieters.
Bestehende Konfigurationen sollten während der Prüfung unberührt bleiben. Löschen Sie keine Einträge für Postfächer, Websites oder bestehende Authentifizierungen, nur weil ein neuer Versanddienst zusätzliche Zeilen vorgibt. Unbedachte DNS-Eingriffe können funktionierende Dienste lahmlegen. Die zuständige Fachkraft sollte geplante Änderungen und mögliche Konflikte vor dem Speichern sorgfältig abgleichen.
Werte direkt aus dem genutzten Versanddienst übernehmen
Ein Beitrag von Brevo zu Squarespace und DKIM zeigt eine typische Fehlerquelle auf: Beispielwerte aus Anleitungen stimmen nicht mit den individuellen Daten Ihres Accounts überein. Der genannte Leitfaden bezieht sich rein auf Brevo. Übernehmen Sie diese Werte keinesfalls für eine Migma-Versanddomain, einen anderen Dienst oder ein zweites Konto.
Fordern Sie die genauen Eintragsnamen, Record-Typen und Werte direkt aus dem Account der Plattform an, über die der Versand laufen soll. Übernehmen Sie jede Zeile exakt. Ein fehlerfreier Wert unter einem falschen Hostnamen schlägt fehl – und ein Eintrag in einer inaktiven DNS-Verwaltung ist öffentlich nicht erreichbar.
Nutzen Sie für Migma-Kampagnen die aktuellen Domain-Setup-Anweisungen und die dort hinterlegten Records. Geht das Mailing über eine externe Plattform raus, gelten ausschließlich deren Vorgaben. Der Export eines Templates aus Migma in ein anderes System überträgt keine Domain-Authentifizierungen.
Die Design-Freigabe parallel vorantreiben
Während die Domain-Konfiguration geprüft wird, können Sie den Entwurf in Migma wie gewohnt finalisieren. Gleichen Sie Absenderangaben, Call-to-Actions, rechtliche Pflichtangaben im Footer und Antwortmöglichkeiten mit dem Briefing ab. Ändern Sie nicht wiederholt den Absendernamen im Entwurf in der Hoffnung, damit ein technisches Authentifizierungsproblem zu umgehen.
Über den Review-Workflow in Migma prüft Ihr Team Text und Layout gemeinsam. Nutzen Sie Email Preflight, um Texte, Links, Posteingangs-Vorschauen und Zustellbarkeitsrisiken zu kontrollieren, und wiederholen Sie die Checks nach Korrekturen. Diese Schritte verhindern klassische Gestaltungsfehler, ersetzen aber nicht das DNS-Setup beim jeweiligen Provider.
Halten Sie die Übergabe schriftlich fest: Das Design ist für eine definierte Version freigegeben; der Versand erfolgt erst, sobald das technische Setup bestätigt ist. Ein abgenommenes Mailing-Design bedeutet nicht, dass die Authentifizierung bereits abgeschlossen ist.
Nachweise an drei zentralen Punkten einholen
Bitten Sie das Team zunächst um Bestätigung, dass die geforderten Einträge beim aktiven DNS-Host veröffentlicht wurden. Fordern Sie anschließend den internen Verifizierungsstatus des Versanddienstes an. Prüfen Sie im dritten Schritt die Authentifizierungsdaten einer Test-E-Mail, die direkt über diesen Dienst und den definierten Testprozess versendet wurde.
Solange eine Verifizierung aussteht, gilt sie als offen. Notieren Sie den Prüfzeitpunkt und beachten Sie die Empfehlungen des Anbieters zu Aktualisierungsintervallen. Definieren Sie keine willkürlichen Fristen für die DNS-Propagierung und tauschen Sie Einträge nicht vorschnell aus, nur weil der Status nach wenigen Minuten noch unverändert ist.
Eine erfolgreiche Authentifizierung garantiert noch keine perfekte Zustellung. Erteilte Werbeeinwilligungen, relevante Inhalte, eine saubere Listenhygiene und die Spamfilter der Empfängersysteme bleiben entscheidend. Wird eine Nachricht abgewiesen, sichern Sie die vollständige Fehlermeldung und übergeben Sie den Fall an die technischen Verantwortlichen, statt willkürliche Änderungen am Design vorzunehmen.
Ein klares Übergabeprotokoll fasst die Kernpunkte zusammen: Welcher Absender wurde geprüft? Wo liegt das DNS? Wer hat die Einträge freigegeben? Welche Nachweise liegen vor? Und welche Design-Version ist versandbereit? Starten Sie die Gestaltung in Migma und knüpfen Sie den eigentlichen Versandstart an eine geprüfte Versandinfrastruktur – unabhängig davon, wo die Website gehostet wird.
Häufig gestellte Fragen
Bedeutet Website-Hosting bei Squarespace, dass dort auch das DNS liegt?
Nicht zwingend. Prüfen Sie die aktiven Nameserver und das Domain-Setup. Squarespace dokumentiert genau, wann der interne DNS-Editor greift. Bei anderen Setups müssen Änderungen beim zuständigen Registrar vorgenommen werden.
Kann ich DKIM-Werte aus Online-Anleitungen übernehmen?
Nein. Nutzen Sie exakt die Eintragsnamen, Typen und Werte, die Ihr Versanddienst individuell für Ihre Domain bereitstellt. Musterdaten aus Tutorials oder von anderen Accounts funktionieren nicht.
Wird eine andere Plattform automatisch authentifiziert, wenn ich ein Migma-Mailing exportiere?
Nein. Beim Export übergeben Sie lediglich das geprüfte Design. Der Ziel-Dienst benötigt weiterhin ein eigenes Domain-Setup, eine separate Verifizierung sowie finale Vorlagen- und Empfängertests.
Garantiert eine verifizierte Domain die Zustellung in den Posteingang?
Nein. Die Authentifizierung ist eine technische Grundvoraussetzung. Empfängereinwilligungen, Listenqualität, E-Mail-Inhalte, Spamfilter und der reale Versandweg beeinflussen die Zustellung maßgeblich.